Beatrice Michel und Ihre Hunde:Kimo kam im Alter von 10 Wochen zu mir und den beiden ältern Hunden Pacco und Brita. Brita, die Tschechoslowakische Wolfshündin hat sich sofort seiner angenommen. Kimo ist sehr schnell von Begriff, arbeitet gerne und mit Freude mit.
Einige Dinge hat er schneller kapiert als mein DS. Ausser sein Spieltrieb ist bedeutend kleiner, sprich überhaupt keiner vorhanden. Kann er dem einen oder anderen kurz seine Beute stehlen, dann macht er es. Aber nur um sie 2 Meter weiter liegen zu lassen und davon zu laufen. Somit ist seine Ausbildung die ersten Wochen auf Futter aufgebaut, danach nur noch auf Motivation mit Stimme und Körpersprache. Mit ihm eine Begleithundeprüfung oder andere Hundesportprüfungen zu machen, ginge schief. Wie bereits erwähnt, lässt ihn Beute kalt und so ist auch kein Apportieren möglich. Nicht jeder Chodenhund ist so. Einige arbeiten problemlos im Hundesportbereich. Kimo ist inzwischen 3 Jahre alt, ein sehr guter Wächter, Fremden gegenüber aber zurückhaltend. Zu Kindern aber findet er immer sofort einen Draht, lässt sich streicheln und liebt es, Verfolgungsspiele mit ihnen zu machen. Auch wenn sie sich verstecken, geht er mit Freude daran sie zu suchen. Fährten ist für ihn kein Problem. Da er nicht apportiert, klappt das mit verweisen. Im Herbst 2004 machte Kimo das erste Mal mit Salzwasser Bekanntschaft. Es hat ihm sichtlich Spass gemacht im seichten Wasser der Nordsee rum zu rennen und sich von Brita verfolgen zu lassen. Im Sand zu rennen ist natürlich etwas spezielles, vor allem fällt das graben leicht. Die Hunde freuen sich nun wieder auf die Badesaison. Trotzdem fühlt sich Kimo in der kälteren Jahreszeit wohler, sein dichtes Fell macht ihm jetzt wieder mehr zu schaffen. Wie der Schneemann Kimo aussieht, werde ich euch nächsten Winter zeigen.
Kimo mag es mit Brita herum zu toben. Meist rennt sie vor ihm davon, doch wie ihr seht, wendet sich das Blatt ab und zu und er ist derjenige der davon rennen muss. Jetzt üben wir auch wieder etwas intensiver Unterordnung Stufe BH. Er ist immer mit Eifer dabei und versucht seine Sache gut zu machen. Wie schon erwähnt, klappt es mit dem Apportieren nicht. Er zeigt überhaupt kein Interesse irgendwelche Gegenstände herum zu tragen. Dies macht er einzig, wenn es gilt, Brita den Joghurtbecher den sie gerade ausleckt, zu stehlen. Und das geht ziemlich schnell. Dr. med.vet. Jan Nesvadba ist in der Schweiz der Ansprechpartner für Chodenhunde. Auch ist er gleichzeitig unser Tierarzt. Ich bin im Gespräch um Kimo ankören zu lassen. Durch das neue Zucht- und Eintragungsreglement der SKG, ergibt sich vielleicht jetzt dann die Möglichkeit ihn im Anhang des SHSB eintragen zu lassen. Im Augenblick haben die Hunde vorerst nur Tschechische Papiere, da sie noch nicht FCI anerkannt sind. In Tschechien sind die Chodsky-pes häufig an zu treffen, vor allem auf dem Agility-Parcours. Bald findet wiederum ein Mobility Spieltag in Interlaken statt. Kimo hat schon an einigen Wettbewerben teilgenommen, jedes mal erfolgreich. Bis auf Gegenstände tragen schafft er es immer über den Parcours. Beute ist für ihn nun mal nicht wichtig, also lässt er es von Anfang an sein. Hier ein paar Bilder vom Training.
Seit einigen Tagen hat es nun etwas Schnee, nur ein paar Zentimeter, es reicht jedoch um sich darin aus zu toben. Manche mal weiss man nicht hat man einen Hund vor sich oder aber einen Schneemann. Kimo rennt natürlich am liebsten mit Brita im kühlen Weiss rum, er kann aber auch ganz gut für sich alleine von einer Hangseite zur anderen wechseln, so lange bis eben dann auch Brita wieder mitmacht.
Eigentlich zeigt der Kalender längst Frühling. Doch das Wetter weiss wohl nichts davon. Heute, am 5.März 06 dann die grosse Überraschung. Seit Samstagmorgen um 8.00 Uhr hat es geschneit, bis Sonntag gegen 10.00 Uhr. Als wir unseren Spaziergang antreten wollten, war fast kein Durchkommen. Kein Trottoir war frei, wir konnten nur der Strasse entlang laufen, dies war der einzige geputzte Weg. Eigentlich dachte ich mir, dass wenn wir aufs Feld kommen, die beiden dann so richtig im Schnee toben können. Weit gefehlt, es gab kein Durchkommen der Schnee lag für mich schon Knie hoch. Zum Glück musste der Bauer zu seinem abgelegnen Stall fahren, so hatten wir wenigstens eine Spur zum laufen. Als ich dann Kimo frei laufen liess, wollte er natürlich schnurstracks zum nächsten Baum sein Bein heben. Mit einem Sprung über den Schneewalm nahm er dies in Angriff, aber hoppla!! Der ärmste ist gleich in der weissen flauschigen Pracht versunken!! Er musste fast wie ein ertrinkender seinen Kopf heben und hat sich wieder rausgekämpft. Der einzige Weg war heute morgen der des Traktors des Bauern.
Nun hat sich der Frühling doch endlich angekündigt, die Tage werden wirklich wärmer. Kimo freut das nur teilweise, ihm macht es schon wieder warm. Für uns beginnt nun auch wieder das intensivere Arbeiten. Die meisten Hunde "vergessen" das gelernte wenn man es nicht immer wiederholt. Bei den meisten kommt alles schnell zurück wenn man wieder etwas intensiver trainiert und alles wiederholt. So auch bei Kimo. Die Chodenhunde sind sehr agil und arbeiten gerne. Seit einiger Zeit hat ein Polizeikorps in der Schweiz einen ausgebildeten Sprengstoffsuchhund. Wie man auch auf den Bildern sieht, lassen sich die Hunde leicht animieren zur Sucharbeit. Auch für die Lawinensuche oder in der Rettungsstaffel eignen sie sich gut. Durch ihre Grösse und Kompaktheit kommen sie an Orten durch wo grössere Rassen wie Labrador, Golden Retriever usw. sich geschlagen geben müssen. In ihrer Heimat Tschechien findet man sie auch oft auf dem Agility Gelände. Der Chodenhund ist ein Arbeiter, wenn er nicht Beschäftigt wird, wird ihm langweilig und es kommt ihm einiges an Unsinn in den Sinn. Praktischer in jeder Sparte, ausser Schutzdienst, ist diese Rasse ein zu setzen. Für den Schutzdienst haben wir bereits genügend andere, gösserer Rasse welche besser dafür prädestiniert sind.
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